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Spielerinnen 2026

05.02.2026

Grand-Slam-Halbfinalistin, Titelverteidigerin und deutsche Top-Talente spielen in Altenkirchen

Das Geheimnis ist gelüftet: In dieser Woche endete für die Rewe Petz Ladies Open, das Frauentennis-Weltranglistenturnier auf der Altenkirchener Glockenspitze, die Rückzug-Zeitraum für die Spielerinnen, die eine Meldung abgegeben hatten, sich dann aber doch noch umentschieden. „Die Spielerinnen schauen sich die Teilnehmerfelder bei den parallel stattfindenden Turnieren auf der ganzen Welt natürlich genau an, wägen ihren Chancen ab und treffen dann ihre finale Entscheidung“, schildert Turnierdirektor Razvan Mihai das übliche Prozedere im Vorfeld des Turniers, das am 16. Februar in der Kreisstadt beginnt und mit dem großen Finale am 22. Februar seinen krönenden Abschluss findet. Es ist das größte ITF-Turnier für Frauen in Europa und das drittgrößte der Welt in diesem Zeitraum. „Die Weltranglistenplatzierungen unserer Spielerinnen mögen etwas hinter den Werten der vergangenen Jahre zurückliegen, aber das wird definitiv kein schwächeres Leistungslevel bedeuten“, prognostiziert Mihai und gibt auch die Erklärung dafür ab: „Das 100.000-Dollar-Turnier in Bengaluru findet in diesem Jahr zum ersten Mal statt. Somit gibt es eine Überschneidung und eine Option mehr für die Spielerinnen.“

Die 18 Spielerinnen mit dem besten Weltranglistenranking zum Zeitpunkt des Meldeschlusses haben ihren Platz im 32 Teilnehmerinnen starken Hauptfeld sicher, hinzu kommen die Gewinnerinnen aus den beiden Qualifikationsrunden, die am 16. und 17. Februar stattfinden, und Wild-Card-Spielerinnen. Dabei wird es sich um junge Talente des Deutschen Tennis Bundes (DTB) handeln, die im eigenen Land die Möglichkeit bekommen sollen, Wettkampfpraxis auf hohem Niveau zu sammeln.

Angeführt wird das Feld in diesem Jahr von einer erfahrenen Litauerin: Die 29-jährige Justina Mikulskyte steht auf Platz 217 der Weltrangliste, ist die Nummer eins ihres Heimatlandes und nahm kürzlich bei den Australian Open in Melbourne an der Qualifikation teil. Zu ihren Herausforderinnen zählt die erst 17 Jahre alte Italienerin Tyra Caterina Grant, die im Oktober 2024 auf Position zwei der Junioren-Weltrangliste stand und im gleichen Jahr bei allen vier Juniorinnen-Grand-Slam-Turnieren mindestens das Achtelfinale erreichte. Bei den French Open stand Grant sogar in der Vorschlussrunde.

Die deutschen Hoffnungen auf einen Turniersieg ruhen zum Beispiel auf Noma Noha Akugue. Die Finalistin des Hamburger WTA-Turniers von 2023. Im gleichen Jahr stand sie in Altenkirchen ebenfalls unter den Top-Vier. Auch Nastasja Schunk versucht auf der Glockenspitze an ihre dort bereits erreichten Ergebnisse anknüpfen. 2022 stand sie im Viertel-, 2024 im Halbfinale. Hinzu kommt mit Tessa Johanna Brockmann eine Senkrechtstarterin, die sich in den vergangenen zwölf Monaten in der Weltrangliste um über 400 Positionen steigerte. „Der DTB hat auch in diesem Jahr wieder große Talente bei uns“, fasst Turnierdirektor Mihai zusammen.

Auch die Titelverteidigerin hat sich angekündigt: Die starke Aufschlägerin Julia Avdeeva will die Chance nutzen, zum dritten Mal in Folge die Rewe Petz Ladies Open für sich zu entscheiden. Es wäre ein Novum in der Geschichte des Turniers.

Das vorläufige Hauptfeld der Rewe Petz Ladies Open (diese Spielerinnen haben sich über ihren Weltranglistenplatz qualifiziert):
Justina Mikulskyte (Litauen, Weltranglistenplatz: 217),
Tyra Caterina Grant (Italien, 236),
Susan Bandecchi (Schweiz, 248),
Kathinka von Deichmann (Liechtenstein, 258),
Noma Noha Akugue (Deutschland, 271),
Valentina Ryser (Schweiz, 278),
Dalila Spiteri (Italien, 287),
Tessa Johanna Brockmann (Deutschland 291),
Julia Avdeeva (Russland, 293),
Nastasja Schunk (Deutschland, 296),
Alevtina Ibragimova (Russland, 314),
Lea Boskovic (Kroatien, 320),
Vendula Valdmannova (Tschechien, 321),
Julie Struplova (Tschechien, 323),
Laura Hietaranta (Finnland, 327),
Martyna Kubka (Polen, 328),
Katy Dunne (Großbritannien, 330),
Leonie Küng (Schweiz, 353).

„Wo Razvan Mihai ist, ist die Tenniswelt in Ordnung“, sagte einst der erfolgreiche ehemalige Davis-Cup-Kapitän Niki Pilic. Was damals galt, gilt auch heute noch, denn mit „seinem“ Frauentennis-Weltranglistenturnier auf der Altenkirchener Glockenspitze hat Mihai eine Erfolgsgeschichte initiiert, die seit 2014 fortgeschrieben wird. „Und im Jahr 2025 geht es natürlich weiter“, kündigt der Turnierdirektor aus Wissen an. „Wir haben es mit unserem Team geschafft, Weltklassesport in die Region zu holen und dort zu etablieren. Unser Turnier trägt zur steigenden Popularität des Tennis im Norden von Rheinland-Pfalz bei. Das macht uns stolz“, erklärt Mihai. Das Einzige, das sich ändert, ist der Name des Turniers. Nach einer Veränderung im Titelsponsoring tritt REWE PETZ in die erste Reihe als Namenspartner. Aus den BURG-WÄCHTER Ladies Open werden im Februar die REWE PETZ Ladies Open. Razvan Mihai bedankt sich ganz herzlich bei der Firma BURG-WÄCHTER für das Titelsponsoring in den vergangenen drei Jahren: „Ohne ihr Engagement wäre das Turnier in dieser Zeit in dieser Dimension nicht möglich gewesen.“

Stillstand entspricht nicht den Vorstellungen des Tennislehrers. Gemeinsam mit dem Weltverband (ITF) sowie dem Deutschen Tennis Bund (DTB) geht er nun einen nächsten Schritt und bringt das Turniertennis ab dem Jahr 2025 an einen neuen Standort in der Weltturnierlandschaft. Genauso wie in Altenkirchen haben ITF und DTB die Lizenz für die International Mainz Ladies Open an Razvan Mihai vergeben. „Somit darf sich Rheinland-Pfalz auf zwei Frauenturniere in einem Jahr freuen“, kündigt Mihai an. Vom 20. bis 26. Oktober 2025 wird die Veranstaltung in Mainz ihre Premiere feiern.